Als Schweizer ein Konto in Frankreich eröffnen: wichtige Banken & Alternativen 2026
Konto in Frankreich eröffnen: Anleitung & Tipps 2025
Frankreich ist gleich nebenan – und doch kann das Eröffnen eines Bankkontos für SchweizerInnen komplizierter sein, als man denkt. Wer keinen festen Wohnsitz in Frankreich hat, stösst schnell auf Hürden: viele Banken verlangen einen französischen Adressnachweis oder eine lokale Steuernummer. Doch keine Sorge – es gibt durchaus legale und bequeme Wege, auch ohne Wohnsitz ein französisches Konto zu eröffnen. Ob für ein Ferienhaus, ein Studium oder geschäftliche Zwecke: Wir zeigen dir, welche Möglichkeiten du hast, welche Unterlagen nötig sind und welche Banken oder Online-Anbieter sich besonders eignen.
Die wichtigsten Punkte zur Kontoeröffnung in Frankreich
Französische Banken können Konto Anträge ablehnen, aber du hast ein gesetzliches Recht auf ein Bankkonto
Du benötigst einen Wohnsitznachweis und gültige Ausweisdokumente
Digitale Alternativen wie Wise oder Revolut ermöglichen die Kontoeröffnung auch ohne französischen Wohnsitz
Die Kosten variieren stark zwischen Banken und modernen Lösungen
Bei mehrfacher Ablehnung kannst du das "Droit au compte"-Verfahren nutzen
Wie kann man als Schweizer ein Bankkonto in Frankreich eröffnen?
Als SchweizerIn bist du in einer interessanten Position: Du kommst zwar nicht aus der EU, wirst aber in vielen praktischen Angelegenheiten ähnlich behandelt. Das erleichtert einiges, bedeutet aber nicht, dass der Weg zum Konto in Frankreich völlig reibungslos verläuft. So funktioniert der Prozess:
Termin vereinbaren: Für die Kontoeröffnung musst du in einer Filiale erscheinen. Einen Termin bekommst du telefonisch oder online.
Unterlagen sammeln: Informiere dich, welche Unterlagen du bei der Bank deiner Wahl brauchst.
Formular ausfüllen: Vor Ort unterschreibst du das Eröffnungsformular.
Identitätsprüfung: Anschliessend überprüfen die Bankmitarbeiter deine Dokumente und entscheiden, ob das Konto genehmigt wird.
RIB / Kontonummer erhalten: Zu guter Letzt bekommst du das RIB (Relevé d’Identité Bancaire) sofort oder per Post mit deiner Karte.
Voraussetzungen und Dokumente für ein Konto in Frankreich
Bevor du dich auf den Weg zur Bank machst, solltest du sicherstellen, dass du alle notwendigen Dokumente dabei hast. Nichts ist frustrierender, als einen Termin zu haben und dann festzustellen, dass ein wichtiges Papier fehlt.
Bei den meisten Banken benötigst du folgende Unterlagen:
Gültiger Ausweis oder Reisepass
Wohnsitznachweis (z. B. Wasser-, Strom- oder Gasrechnung, nicht älter als 3 Monate)
Aktuelle Aufenthaltsgenehmigung (carte de séjour)
Einige Banken verlangen aber noch mehr Dokumente. Bei der Banque Postale brauchst du zum Beispiel auch die letzte Gehaltsabrechnung, die jedoch jünger als 2 Monate sein muss.¹
Spare dir den Papierkram mit alternativen Lösungen wie Wise oder Revolut
Wenn dir der ganze Aufwand mit Behördengängen, Wohnsitznachweisen und Bankfilialen zu viel ist, gibt es moderne Alternativen, die den Einstieg deutlich erleichtern. Wise und Revolut sind digitale Finanzdienstleister, die dir ermöglichen, ein Konto mit einer EUR IBAN zu eröffnen, ohne dass du bereits physisch in Frankreich sein musst oder einen Wohnsitznachweis vorlegen musst.
Diese Anbieter funktionieren komplett online, die Kontoeröffnung dauert nur wenige Minuten und du kannst sofort loslegen. Viele Expats nutzen diese Services zunächst als Übergangslösung und eröffnen dann später, wenn sich der Umzugsstress gelegt hat, ein Konto bei einer französischen Bank.
Was du vor der Kontoeröffnung in Frankreich wissen solltest
In Frankreich dürfen Banken frei entscheiden, ob sie eine Kontoeröffnung annehmen oder ablehnen. Gleichzeitig gibt es aber das „Droit au compte“ – ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Bankkonto. Wird dein Antrag bei einer oder mehreren Banken abgelehnt, kannst du dich an die Banque de France wenden. Sie weist dir dann eine Bank zu, die dir ein Basiskonto eröffnen muss.
Dafür brauchst du eine schriftliche Ablehnung mindestens einer Bank als Nachweis.
Für SchweizerInnen ist das Verfahren etwas spezieller, da es eigentlich einen Wohnsitz in Frankreich oder der EU voraussetzt. Dank bilateraler Abkommen stehen deine Chancen aber gut, trotzdem anerkannt zu werden.
Kann ich ein Bankkonto in Frankreich ohne Wohnsitz eröffnen?
Bei den meisten französischen Banken ist das nicht möglich. Die Banken bestehen in der Regel auf einem Wohnsitznachweis, bevor sie ein Konto eröffnen. Aber auch hier gibt es Alternativen, die das Leben einfacher machen. Wise und Revolut ermöglichen dir die Kontoeröffnung auch ohne französischen Wohnsitz.
Eine weitere Option, die viele SchweizerInnen übersehen: Du kannst bei deiner Schweizer Hausbank einfach ein EUR Konto eröffnen. Das ist unkompliziert und meistens nur mit geringen Zusatzkosten verbunden. Der Nachteil ist, dass du keine französische IBAN hast, sondern eine schweizerische. Für internationale Überweisungen ist das kein Problem, aber manche französische Vermieter, Energieversorger oder Arbeitgeber bestehen auf einer französischen IBAN.
Welches Konto ist das Beste für Schweizer in Frankreich?
Die Auswahl des richtigen Kontos hängt stark von deiner persönlichen Situation ab. Bist du nur vorübergehend in Frankreich oder planst du einen dauerhaften Umzug? Wie wichtig ist dir persönliche Beratung? Und welche Gebühren bist du bereit zu akzeptieren? Um dir die Entscheidung zu erleichtern, hier ein Überblick über die wichtigsten Optionen:
Service | Revolut | Banque Postale | BNP Paribas | Crédit Agricole | |
|---|---|---|---|---|---|
CHF und EUR verwalten | Ja | Ja | Nur EUR | Nur EUR | Nur EUR |
Eröffnung vor Ankunft in Frankreich | Ja | Ja | Nein | Nein | Nein |
Online-Eröffnung | Ja | Ja | Nur mit steuerlichem Wohnsitz | Nur mit steuerlichem Wohnsitz | Nur mit steuerlichem Wohnsitz |
Mindesteinlage erforderlich | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
Kartentypen | Debitkarte | Debitkarte | Debit- und Kreditkarte | Debit- und Kreditkarte | Debit- und Kreditkarte |
Kundenservice-Sprachen | Deutsch, Englisch, Französisch u.a. | Deutsch, Englisch, Französisch u.a. | Hauptsächlich Französisch | Hauptsächlich Französisch | Hauptsächlich Französisch |
Wise für Expats in Frankreich
Wise hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Lösung für Menschen entwickelt, die international leben oder arbeiten. Der grosse Vorteil liegt in der Transparenz und den günstigen Wechselkursen. Wise nutzt den echten Devisenmittelkurs ohne versteckte Aufschläge, was besonders dann wichtig wird, wenn du regelmässig zwischen CHF und EUR wechselst.
So eröffnest du ein Konto bei Wise:
Lade die Wise-App herunter oder gehe auf die Website. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv gestaltet und führt dich Schritt für Schritt durch den Prozess.
Wähle "Registrieren" und gib deine Daten ein. Du benötigst eine E-Mail-Adresse und musst ein sicheres Passwort wählen.
Lade eine Kopie deines Ausweises oder Reisepasses hoch. Die Verifizierung erfolgt meist innerhalb weniger Minuten, manchmal kann es aber auch ein paar Stunden dauern.
Überweise einen kleinen Betrag zur Aktivierung deines Wise Kontos. Das dient als Sicherheitsmassnahme und stellt sicher, dass du wirklich Zugriff auf das angegebene Bankkonto hast.
Fertig! Nun kannst du deine Wise Debitkarte bestellen und sofort mit virtuellen Karten bezahlen. Die physische Karte kommt innerhalb weniger Tage per Post.
Revolut für internationale Nutzer
Revolut ist eine weitere starke Alternative, die besonders durch ihre Flexibilität überzeugt. Revolut bietet verschiedene Kontomodelle an, vom kostenlosen Basismodell bis hin zu Premium-Varianten mit zusätzlichen Versicherungen und Vorteilen. Wenn du einfach nur ein EUR Konto brauchst, reicht die kostenlose Version in der Regel aus.
So eröffnest du ein Konto bei Revolut:
Lade die Revolut App herunter und starte die Registrierung. Der Prozess ist ähnlich schnell und unkompliziert wie bei Wise.
Fülle deine persönlichen Daten und Kontaktinformationen aus. Achte darauf, dass alle Angaben korrekt sind, um Verzögerungen bei der Verifizierung zu vermeiden.
Führe die Identitätsverifizierung mit deinem Ausweis durch. Die App führt dich durch diesen Prozess.
Bestelle nun deine physische Karte (bei der Standardversion ist das optional und kostenpflichtig). Du kannst auch einfach nur die virtuelle Karte nutzen, wenn du möchtest.
Los geht's mit dem digitalen Banking! Du kannst sofort Geld senden und empfangen, auch wenn die physische Karte noch nicht angekommen ist.
Banque Postale
Die Banque Postale ist die Bank der französischen Post und eine interessante Option, wenn du ein traditionelles Konto bevorzugst. Sie hat ein dichtes Filialnetz in ganz Frankreich und ist bekannt dafür, auch Menschen mit schwieriger finanzieller Situation Konten anzubieten. Das macht sie zu einer zugänglichen Wahl für Neuankömmlinge.
Wenn du bereits steuerlich in Frankreich ansässig bist, kannst du das Konto sogar online eröffnen, ohne persönlich in einer Filiale erscheinen zu müssen. Die Banque Postale verlangt allerdings etwas mehr Dokumentation als andere Banken, unter anderem eine aktuelle Gehaltsabrechnung. Dafür bietet sie ein vollwertiges Girokonto mit allen klassischen Bankdienstleistungen.
Crédit Agricole
Crédit Agricole ist ein Zusammenschluss aus 39 Regionalbanken in Frankreich und betreut insgesamt etwa 12 Millionen KundInnen als Genossenschaftsbank. Das Besondere an diesem System ist, dass das Angebot spezifisch auf die jeweilige Region zugeschnitten ist. Die Preise und verfügbaren Dienstleistungen sind daher auch abhängig von deiner Postleitzahl.
Die Crédit Agricole ist eine solide Wahl, wenn du Wert auf lokale Verbundenheit legst und eine Bank mit Beratung suchst. Sie bietet das komplette Spektrum an Bankdienstleistungen, von Girokonten über Sparprodukte bis hin zu Krediten und Versicherungen.
BNP Paribas
BNP Paribas ist eine der grössten Banken Frankreichs und international tätig. Sie bietet ein umfassendes Angebot an Bankdienstleistungen und ist besonders für Menschen interessant, die eine etablierte Bank mit internationaler Erfahrung suchen. Das kann von Vorteil sein, wenn du häufig zwischen der Schweiz und Frankreich pendelst oder internationale Geschäfte tätigst.
Wofür benötige ich ein Bankkonto in Frankreich?
Du fragst dich vielleicht, ob ein französisches Bankkonto wirklich notwendig ist oder ob dein Schweizer Konto nicht ausreicht. Die Antwort hängt davon ab, wie intensiv du mit dem französischen Alltag verwoben bist. Hier sind die wichtigsten Gründe, warum ein lokales Konto sinnvoll oder sogar notwendig sein kann:
Mietzahlungen: Viele französische Vermieter bestehen auf einer französischen IBAN für die Mietzahlung. Sie möchten den automatischen Einzug einrichten, und das funktioniert am reibungslosesten mit einem französischen Konto.
Versorgungsleistungen: Auch um Energieversorger, Internetanbieter und andere Dienstleister zu bezahlen, solltest du ein EUR Konto haben.
Gehaltsempfang: Wenn du in Frankreich arbeitest, möchte dein Arbeitgeber dein Gehalt auf ein Konto überweisen. Zwar ist das auch auf ein Schweizer Konto möglich, aber die Wechselkursgebühren und Überweisungskosten können dabei erheblich ins Gewicht fallen. Mit einem französischen Konto bekommst du dein Gehalt ohne zusätzliche Kosten.
Alltägliche Transaktionen: Im Alltag ist es einfach praktischer, ein lokales Konto zu haben. Ob beim Einkaufen, beim Bezahlen im Restaurant oder bei spontanen Ausgaben – mit einer französischen Karte bist du flexibler und sparst Gebühren, die bei Auslandstransaktionen anfallen würden.
Vorteile eines Bankkontos in Frankreich
Ein französisches Bankkonto bringt dir konkrete Vorteile:
EUR IBAN für günstige Zahlungen vor Ort
Keine Wechselkursgebühren bei alltäglichen Transaktionen
Bessere Integration in den französischen Alltag
Aufbau einer Kredithistorie
Kann ich ein Bankkonto in Frankreich vor meinem Umzug eröffnen?
Bei französischen Banken ist das in der Regel nicht möglich. Sie verlangen einen Wohnsitznachweis, den du erst hast, wenn du tatsächlich in Frankreich lebst. Natürlich kannst du es auch mit deinem Schweizer Wohnsitznachweis versuchen, dafür musst du aber dennoch in eine Filiale in Frankreich kommen.
Hier kommen wieder die digitalen Alternativen ins Spiel. Wise und Revolut ermöglichen dir, bereits von der Schweiz aus ein Konto mit EUR IBAN zu eröffnen. Du kannst das bequem von zu Hause aus erledigen, benötigst nur deinen Ausweis und eine Internetverbindung. So kannst du schon bei deiner Ankunft in Frankreich kostenlos bezahlen.
Kann ich ein Bankkonto in Frankreich online eröffnen?
Das kommt ganz darauf an. Bei französischen Banken geht das nur dann, wenn du bereits einen steuerlichen Wohnsitz in Frankreich hast. Dann ist die Online-Eröffnung aber tatsächlich kein Problem.
Wenn du aber noch nicht in Frankreich wohnst oder keinen steuerlichen Wohnsitz dort hast, führt bei Banken kein Weg an einem persönlichen Besuch in einer Filiale vorbei.
Die digitalen Anbieter Wise und Revolut hingegen funktionieren komplett online, unabhängig davon, wo du wohnst. Das macht sie zur idealen Lösung für die Übergangsphase oder für Menschen, die keine Bankbeziehung wünschen.
Wie lange dauert die Kontoeröffnung in Frankreich?
Auch hier kommt es darauf an. Bei Wise oder Revolut geht es innerhalb eines Tages – du registrierst dich, verifizierst deine Identität, und schon kannst du das Konto nutzen. Die physische Karte kommt dann innerhalb von wenigen Tagen per Post.
Bei französischen Banken musst du deutlich mehr Geduld mitbringen. Vom ersten Termin bis zur tatsächlichen Kontoeröffnung können leicht 2 bis 3 Wochen vergehen, manchmal sogar länger. Plane also entsprechend Zeit ein und fange früh genug mit dem Prozess an, besonders wenn du das Konto zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigst.
Welche Arten von Bankkonten gibt es in Frankreich?
Das französische Bankensystem bietet verschiedene Kontotypen, die jeweils unterschiedliche Zwecke erfüllen.
Compte courant: Standard-Girokonto für den Alltag – Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlungen.
Livret A: Steuerfreies Sparkonto mit geringem Zins, aber sicher und beliebt.
Compte à terme: Festgeldkonto mit fester Laufzeit und höheren Zinsen.
Ist mein Geld bei einer Bank in Frankreich sicher?
Diese Frage ist absolut berechtigt, und die Antwort ist beruhigend: Ja, dein Geld ist sicher. Frankreich ist Teil des europäischen Einlagensicherungssystems, das Guthaben bis zu 100.000 EUR pro Person und Bank schützt. Das bedeutet, dass selbst im unwahrscheinlichen Fall einer Bankenpleite dein Geld bis zu dieser Summe geschützt ist – allerdings nur bei Banken.
Bei Wise ist die Situation etwas anders, da es keine Banken im klassischen Sinne ist, sondern ein Finanzdienstleister, der in Belgien als Zahlungsinstitut lizenziert ist und dein Geld getrennt von den eigenen Firmengeldern aufbewahrt. Revolut ist in Litauen als Bank lizenziert und fällt damit unter die europäische Einlagensicherung bis 100.000 EUR.
Was kostet ein Bankkonto in Frankreich?
Hier ein Überblick über die wichtigsten Kostenpunkte:
Service | Wise | Revolut | Banque Postale¹ | BNP Paribas² | Crédit Agricole³ |
|---|---|---|---|---|---|
Wechselkurs | Echter Devisenmittelkurs | Marktkurs (Mo-Fr), Aufschlag von 1% am Wochenende | Interner Bankkurs mit Marge | Interner Bankkurs mit Marge | Interner Bankkurs mit Marge |
Eröffnungsgebühr | 0 EUR | 0 EUR | 0 EUR | 0 EUR | 0 EUR |
Mindesteinlage | Keine | Keine | Variiert nach Kontotyp | 250 bis 300 EUR | Variiert nach Kontotyp |
Kontoführung | 0 EUR | 0 bis 60 EUR/Monat | Ab 2,60 EUR/Monat | Ab 2,96 EUR/Monat | Ab 2 EUR/Monat (regional unterschiedlich) |
Kann man in Frankreich ein kostenloses Bankkonto eröffnen?
Im Gegensatz zu Neobanken in Europa wie Revolut oder Finanzdienstleistern wie Wise haben Bankkonten in Frankreich ihren Preis. Völlig kostenlose Konten sind bei den etablierten französischen Banken die Ausnahme. Es gibt zwar manchmal Aktionen für junge Leute unter 25 Jahren oder StudentInnen, aber im Normalfall musst du selbst in diesem Fall mit monatlichen Gebühren rechnen.
Welche zusätzlichen Kosten können entstehen?
Die monatliche Kontoführungsgebühr ist nur ein Teil der Geschichte. Vor allem bei der Nutzung im Ausland oder in Fremdwährungen können erhebliche zusätzliche Kosten entstehen. Wenn du mit einer französischen Bankkarte in der Schweiz Geld abhebst oder in CHF bezahlst, verlangen Banken dafür Gebühren – plus einen prozentualen Aufschlag auf den Wechselkurs.
Ansonsten kannst du mit ähnlichen Zusatzkosten wie in der Schweiz rechnen:
Überziehungszinsen
Gebühren für beleghafte Überweisungen
Kosten für Ersatzkarten bei Verlust
Nutzung von Geldautomaten fremder Banken
Es lohnt sich also, das Preis-Leistungs-Verzeichnis genau unter die Lupe zu nehmen, bevor du dich für eine Bank entscheidest.
Tipps für Geldtransfers zwischen Euro und Schweizer Franken
Der regelmässige Währungswechsel zwischen CHF und EUR kann ins Geld gehen, wenn du nicht aufpasst. Hier ein paar praktische Tipps, wie du dabei sparen kannst:
SEPA-Überweisungen nutzen: Innerhalb des SEPA-Raums sind Überweisungen in Euro kostenlos. Der Haken ist nur, dass du das Geld bereits in Euro haben musst, bevor du überweist. Achte darauf, dass du den Währungswechsel zu günstigen Konditionen durchführst.
Wise für Währungswechsel: Wise ist eine hervorragende Lösung für Währungswechsel. Der Service nutzt den echten Wechselkurs und berechnet nur eine kleine, transparente Gebühr. Das ist fast immer günstiger als der Währungswechsel über Banken.
Timing beachten: Wenn du grössere Beträge wechseln musst und zeitlich flexibel bist, lohnt es sich, den Wechselkurs zu beobachten und in günstigen Momenten zu wechseln. Bei Wise kannst du sogar Kursalarme einrichten, die dich benachrichtigen, wenn dein Wunschkurs erreicht ist.
Kann man grosse Geldbeträge zwischen der Schweiz und Frankreich senden?
Ja, das ist problemlos möglich. Mit dem SEPA-Verfahren kannst du auch grössere Beträge kostenlos überweisen, allerdings musst du das Geld vorher in Euro umtauschen. Genau hier liegt bei Schweizer Banken der Kostenfaktor: Der Wechselkurs enthält meist eine ordentliche Marge, die bei grossen Beträgen richtig ins Geld geht.
Für grosse Überweisungen in CHF lohnt sich Wise deshalb besonders. Der Service ist darauf ausgelegt, auch grosse Beträge zu vernünftigen Konditionen umzutauschen und zu überweisen – tatsächlich sinken die prozentualen Gebühren dabei sogar. Ausserdem siehst du transparent vor deiner Überweisung, wie viel der Empfänger bekommt und wie der aktuelle Devisenmittelkurs steht.
Wie wählst du das richtige Bankkonto in Frankreich?
Welches Konto für dich das richtige ist, hängt stark von deinen Bedürfnissen ab. Überlege dir zuerst:
Wofür brauchst du das Konto? Für einfache Zahlungen und Überweisungen reicht meist ein digitales Konto wie Wise oder Revolut.Wenn du aber Kredite aufnehmen willst, ist eine Bank mit umfassendem Service sinnvoller.
Wie wichtig ist dir persönliche Beratung? Wenn du lieber jemanden vor Ort hast, der dich auf Französisch (oder manchmal auch auf Englisch) berät, bist du bei einer Filialbank besser aufgehoben. Wenn du alles digital erledigen möchtest, ist ein Online Konto flexibler – rund um die Uhr und ohne Termin.
Wie viel möchtest du zahlen? Digitale Anbieter sind meist kostenlos oder sehr günstig. Klassische Banken verlangen mehr, bieten dafür aber auch mehr persönliche Betreuung.
Du könntest mit Wise oder Revolut starten, damit du direkt günstig in Euro bezahlen kannst. Diese Konten kannst du bereits von der Schweiz aus eröffnen und bist damit sofort bei deiner Ankunft in Frankreich einsatzbereit. Wenn sich dann der Stress des Umzugs gelegt hat, alle Dokumente beisammen sind und du ein besseres Gefühl für deine Bedürfnisse entwickelt hast, kannst du in Ruhe ein Bankkonto eröffnen. So hast du Zeit, verschiedene Angebote zu vergleichen, Erfahrungen zu sammeln und eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Fazit: Bankkonto in Frankreich eröffnen
Ein französisches Bankkonto zu eröffnen, ist für SchweizerInnen durchaus machbar, auch wenn der Weg manchmal Geduld erfordert. Mit den richtigen Dokumenten – gültigem Ausweis, Wohnsitznachweis und eventuell einer Aufenthaltsgenehmigung – kommst du bei französischen Banken ans Ziel.
Wenn dir der klassische Weg zu aufwändig ist oder du noch keinen Wohnsitz in Frankreich hast, bieten digitale Alternativen wie Wise oder Revolut einen schnellen und unkomplizierten Einstieg mit EUR IBAN.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Kontoeröffnung in Frankreich
Kann man ein Konto in Frankreich eröffnen ohne Wohnsitz?
Bei französischen Banken ist das praktisch nicht möglich, da sie einen Wohnsitznachweis verlangen. Digitale Anbieter wie Wise oder Revolut ermöglichen dir aber eine Kontoeröffnung auch ohne französischen Wohnsitz.
Wie viel kostet es, ein Bankkonto in Frankreich zu eröffnen?
Die Eröffnung selbst ist meist kostenlos, allerdings fallen bei französischen Banken monatliche Kontoführungsgebühren an. Wise und Revolut bieten kostenlose Konten ohne Eröffnungs- oder Führungsgebühren an.
Kann ich ein französisches Bankkonto online eröffnen?
Ja, aber nur wenn du bereits steuerlich in Frankreich ansässig bist. Ohne französischen Wohnsitz musst du bei Banken persönlich in eine Filiale gehen.
Kann ich mein persönliches Bankkonto für geschäftliche Transaktionen nutzen?
Das ist nicht empfehlenswert und bei manchen Banken sogar verboten. Für Freelancer bietet Wise spezielle Geschäftskonten an, die besser geeignet sind und deine Finanzen klarer trennen.
Wie lange kann ich als SchweizerIn in Frankreich bleiben?
Als SchweizerIn kannst du dich bis zu drei Monate ohne Visum in Frankreich aufhalten. Für längere Aufenthalte benötigst du eine Aufenthaltsgenehmigung.
Quellen:
¹ Voraussetzungen für die Kontoeröffnung, Banque Postale, Oktober 2025
² Bankkonten, BNP Paribas, Oktober 2025
³ Bankkonten, Crédit Agricole, Oktober 2025