PostFinance Auslandsüberweisung – Gebühren, Dauer & bessere Alternativen 2026

Sarah Schuster
Philipp Spitzenpfeil
Zuletzt geupdatet
30. September 2025

Du möchtest Geld ins Ausland überweisen und fragst dich, ob die PostFinance dafür die richtige Wahl ist? Das ist verständlich – schliesslich willst du sicherstellen, dass dein Geld sicher ankommt, ohne dass du dabei unnötig viel bezahlst. Die PostFinance ist zwar eine vertrauenswürdige Bank, aber definitiv nicht die günstigste Option für internationale Überweisungen.

In diesem Artikel erklären wir dir alles, was du zur PostFinance Auslandsüberweisung wissen musst: die tatsächlichen Kosten, versteckte Gebühren und vor allem, welche günstigeren Alternativen es gibt.

Hier sind die Nachteile einer Auslandsüberweisung mit PostFinance:

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • Versteckte Kosten durch Wechselkursaufschläge: dein Empfänger erhält weniger aufgrund eines ungünstigen Umrechnungskurses
  • Intransparente Gesamtkosten: unterschiedliche Kurse für Express-Zahlungen, elektronische Überweisungen und Schalterservices
  • Schlechtere Wechselkurse im Vergleich zu Spezialanbietern: PostFinance verwendet z.B. im Vergleich zu Wise nicht den echten Devisenmittelkurs
  • Begrenzte Währungsauswahl trotz hoher Länderabdeckung: PostFinance unterstützt Überweisungen in 227 Länder, aber nur in 14 Währungen
  • Bessere Alternativen: Spezialisierte Anbieter wie Wise, OFX und XE sind für Auslandsüberweisungen transparenter und meist günstiger

Jetzt Gebühren vergleichen

PostFinance Auslandsüberweisung im Vergleich

Wenn du verschiedene Anbieter für internationale Überweisungen vergleichst, solltest du immer die Gesamtkosten im Blick behalten. Die PostFinance Gebühren wirken auf den ersten Blick gar nicht so hoch, wie bei vielen Schweizer Banken versteckt sich die Gewinnmarge jedoch im Wechselkurs. Was genau das bedeutet, erklären wir dir gleich.

Prinzipiell setzen sich die tatsächlichen Kosten für Auslandsüberweisungen nach dieser einfachen Formel zusammen:

Gesamtkosten = Transfergebühr + Wechselkursaufschlag (oft nicht ersichtlich)

Schauen wir uns an, wie PostFinance im Vergleich zu spezialisierten Anbietern abschneidet:

1.000 EUR in die USA senden (Stand Juli 2025)

Anbieter

Gesamtkosten

Überweisungsdauer

Zum Anbieter
PostFinance Logo

2 CHF Gebühr + ca. 2-3% Wechselkursaufschlag

1-2 Werktage

PostFinance
Wise Logo

3,49 CHF Gebühr, echter Devisenmittelkurs ohne Aufschlag

1 Werktag

Wise
OFX Logo

0 CHF Gebühr + ca. 2 % Wechselkursaufschlag

1–2 Werktage

OFX
XE Logo

0 CHF Gebühr + ca. 1,1 % Wechselkursaufschlag

ca. 1 Werktag

XE

Was nicht sofort ins Auge fällt: Obwohl die PostFinance Gebühren nur bei 2 CHF liegen, sind die tatsächlichen Kosten durch den schlechteren Wechselkurs deutlich höher als bei spezialisierten Anbietern. In diesem Vergleich scheint Wise zunächst wie die teuerste Option – tatsächlich liegen die Wechselkursaufschläge der anderen Anbieter bei mindestens 6 CHF und bei der PostFinance sogar bei circa 14 CHF.

Günstigere Alternativen zur PostFinance Auslandsüberweisung

Bevor wir uns die Alternativen genauer ansehen, sollten wir die PostFinance Auslandsüberweisung genauer unter die Lupe nehmen. Die Schweizer Bank bietet verschiedene Möglichkeiten für internationale Überweisungen:

  • SWIFT-Überweisungen via E-Finance, PostFinance App und in Postfilialen

  • Euro-Überweisungen nach SEPA-Standard

  • Express-Option für dringende Überweisungen in EUR, USD, CHF, CAD, GBP, NOK, SEK, CZK, HUF, PLN und ZAR

Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Banken schneidet die PostFinance mit ihrem Angebot durchaus gut ab: Die PostFinance Gebühren sind relativ niedrig, die Geschwindigkeit ist hoch und die Länderabdeckung ist gut.

Doch wie du gerade gesehen hast, macht dir der Wechselkurs der PostFinance einen Strich durch die Rechnung. Vor allem deshalb sind spezialisierte Anbieter transparenter und günstiger.

Warum können diese Anbieter so niedrige Preise anbieten? Ganz einfach: Sie haben sich ausschliesslich auf internationale Transfers spezialisiert, nutzen moderne Technologien und internationale Netzwerke und verzichten dafür auf teure Filialnetze.

Folgende Transferdienstleister sind dabei besonders beliebt:

Wise

wise-app-ios.jpg

🥇 Beste Transparenz und faire Wechselkurse für regelmäßige internationale Überweisungen

Wise ist mit 16 Millionen KundInnen weltweit der Marktführer für Auslandsüberweisungen – und das in 140+ Länder und 40+ Währungen. Der grösste Vorteil im Vergleich zur Konkurrenz ist, dass das Unternehmen ausschliesslich den echten Devisenmittelkurs nutzt. Um undurchsichtige Aufschläge, die deine Auslandsüberweisung unbemerkt verteuern, musst du dir also keine Sorgen machen.

Die Gebühren sind transparent und beginnen bei 0,23% des Überweisungsbetrags. Noch dazu kannst du mit dem Multiwährungskonto von Wise Kontoverbindungen in 8+ Währungen bekommen, um Geld zu senden und zu empfangen, als hättest du ein Konto vor Ort.

Jetzt Gebühren vergleichen mit Wise

OFX

ofx thicker banner.png

🥇 Ideal für große Überweisungen und Unternehmen mit persönlicher Beratung

OFX ist perfekt, wenn du regelmässig grössere Summen ins Ausland überweist – zum Beispiel für Geschäftspartner oder Immobilientransaktionen. Es fallen keine Transfergebühren an, nur Wechselkursaufschläge. Im Gegensatz zu anderen Anbietern musst du bei OFX jedoch eine Mindestsumme überweisen, zum Beispiel 150 USD. Dafür bekommst du persönlichen Support rund um die Uhr. Ideal, wenn du nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven sparen willst.

Gehe zu OFX

XE

Xe thicker banner.png

🥇 Einfache, benutzerfreundliche Plattform für gelegentliche Auslandsüberweisungen

XE bietet einen guten Mittelweg mit niedrigen Wechselkursaufschlägen und kostenlosen Überweisungen. Bezahlen kannst du deine Überweisung einfach per Banküberweisung, Kreditkarte oder Debitkarte. Im Gegensatz zu Wise und OFX bietet dir XE sogar Überweisungen in 100 Währungen und 200 Ländern – da kann kaum ein anderer Anbieter mithalten.

Du siehst den Kurs schon vor dem Absenden und kannst alles bequem per App oder online erledigen. Wenn du Wert auf Transparenz legst und eine unkomplizierte Lösung für deine Auslandsüberweisungen suchst, kommt XE also definitiv in Frage.

Entdecke XE

PostFinance Gebühren Auslandsüberweisung 

Was kostet eine internationale Überweisung bei PostFinance wirklich? Die PostFinance Gebühren Ausland unterscheiden sich je nach Überweisungsart und Empfängerland.

Genau wie bei anderen Filialbanken kannst du dich bei der PostFinance verschiedene Spesenoptionen wählen, wenn du aus der Schweiz Geld ins Ausland überweisen willst:

  • OUR: Du trägst alle Kosten – der Empfänger erhält somit den vollen Betrag ohne Abzüge (das ist für dich jedoch leider teurer)

  • SHA: Die Kosten werden zwischen dir und dem Empfänger geteilt

  • BEN: Der Empfänger trägt alle Spesen – du weisst nicht, wie viel ankommt (diese Option wird bei der PostFinance Auslandsüberweisung nicht angeboten)

Kommen wir nun zu dem, was dich wirklich interessiert: Die PostFinance Gebühren für Auslandsüberweisungen.

Überweisungsart

Gebühren

Auslandsüberweisung SEPA

Gratis

Auslandsüberweisung weltweit (SHA)

2 CHF 

Auslandsüberweisung weltweit (OUR)

22 CHF 

Einzahlung mit PostFinance Card in der Filiale (SHA)

12 CHF 

Einzahlung mit PostFinance Card in der Filiale (OUR)

32 CHF 

Zuschlag Express

10 CHF

Zusätzliche Gebühren bei PostFinance

Für folgende Währungen kannst du bei der PostFinance eine schnellere Express Überweisung durchführen:

  •  EUR, USD, CHF, CAD, GBP, NOK, SEK, CZK, HUF, PLN und ZAR

Dafür verlangt PostFinance zusätzlich zu den oben genannten Grundgebühren 10 CHF Aufschlag. Die PostFinance Express Überweisung Dauer beträgt dann maximal einen Bankwerktag, kommt aber meist sogar am selben Werktag an (abhängig von der Aufgabezeit und Zeitzone des Empfängerlandes). Wenn es schnell gehen soll, solltest du darauf achten, deine Express Überweisung so früh wie möglich aufzugeben.

PostFinance Wechselkurs

Leider ist es gängige Praxis, dass Schweizer Banken nicht den offiziellen Devisenmittelkurs für deine Auslandszahlungen berechnen, sondern einen hauseigenen Kurs.

Genau hier wird es besonders interessant: Bei der PostFinance hängt der Umrechnungskurs nicht nur von der Währung ab, sondern auch vom Betrag und der gewählten Dienstleistung ab: Für Express-Zahlungen, elektronische Auslandsüberweisungen und Schalterservices gibt es unterschiedliche Wechselkurse. Das ist alles andere als fair.

Zwar sind die Unterschiede nicht gravierend, bei grösseren Beträgen fällt das aber dennoch deutlich ins Gewicht. Wir empfehlen dir daher, lieber Anbieter zu verwenden, die mit dem echten Devisenmittelkurs arbeiten – so behältst du immer den Überblick über die Gesamtkosten deiner Auslandsüberweisung.

Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung bei PostFinance?

Wo wir die PostFinance Auslandsüberweisung allerdings loben müssen, ist die Geschwindigkeit. Wenn du mit der PostFinance Geld ins Ausland überweisen willst, musst du dich – je nach Zielland – auf die folgende Dauer einstellen:

  • Auslandsüberweisung SEPA: maximal 1 Bankwerktag

  • Auslandsüberweisung weltweit: ca. 2 Bankwerktage

  • Auslandsüberweisung Express: in der Regel am selben Bankwerktag, abhängig von Aufgabezeit und Zeitzone

Es kann vorkommen, dass manche Empfängerbanken die Gutschriften nicht sofort ausführen – das ist völlig normal und darauf hat die PostFinance keinen Einfluss.

Limits für PostFinance Auslandsüberweisungen

PostFinance macht keine öffentlichen Angaben zu Überweisungslimits. Wenn du besonders hohe Beträge senden willst, bietet sich Wise an: Hier kannst du bis zu 1,3 Millionen CHF pro Überweisung senden, wenn du per Banküberweisung einzahlst. Und das Beste? Je höher der Überweisungsbetrag, desto niedriger die prozentualen Gebühren.

Vorteile & Nachteile der PostFinance Auslandsüberweisung

Wie jede Bank hat auch die PostFinance ihre Stärken und Schwächen, wenn es um Auslandsüberweisungen aus der Schweiz geht. Werfen wir einen Blick auf die Vor- und Nachteile:

PostFinance Vorteile

PostFinance Nachteile

✅ Vertrauenswürdige Schweizer Bank

❌ Hohe versteckte Kosten im Wechselkurs

✅ SEPA-Überweisungen kostenlos

❌ Intransparente Gesamtkosten

✅ Express-Option für viele Währungen verfügbar

❌ Keine Informationen zu Limits

✅ Niedrige Grundgebühren

❌ Schlechtere Wechselkurse als Spezialanbieter

So funktioniert die PostFinance Auslandsüberweisung

Eine PostFinance Auslandsüberweisung ist relativ einfach:

  1. Melde dich in deinem E-Finance-Konto auf der Website oder in der App an.

  2. Gehe zu „Zahlung erfassen“ und gib die ausländische IBAN oder die nötigen Kontoangaben des Empfängers ein.

  3. Gib den Überweisungsbetrag ein und wähle die Zielwährung.

  4. Kontrolliere alle Angaben sorgfältig und sende die Zahlung ab.

Welche Daten braucht man für eine Auslandsüberweisung?

Für eine internationale Überweisung benötigst du:

  • BIC (Business Identifier Code) zur Identifikation der Bank des Begünstigten

  • IBAN des Begünstigten

  • Vollständiger Name und Adresse des Begünstigten und der Bank

  • Währung und Betrag

  • Spesenoption: OUR, BEN oder SHA

In welche Länder kann man mit PostFinance Geld überweisen?

Das ist zweifelsohne einer der grössten Vorteile: Die PostFinance ermöglicht dir Überweisungen in 227 Länder. Der Wermutstropfen: Die Bank unterstützt nur 14 verschiedene Währungen. Das schränkt die Flexibilität im Vergleich zu spezialisierten Anbietern ein, wo mindestens 40 Währungen angeboten werden.

Geld empfangen aus dem Ausland – so funktioniert's mit PostFinance

Natürlich kannst du auch Auslandsüberweisungen mit der PostFinance empfangen. Dazu musst du dem Sender deine Daten übermitteln – besonders wichtig ist der BIC. Ausserdem solltet Ihr die Spesenoption besprechen, sodass du nicht unerwartet weniger bekommst, als gedacht.

SWIFT-Code der PostFinance

Der BIC von PostFinance lautet POFICHBEXXX.

Gebühren für den Empfang einer Auslandsüberweisung

Die PostFinance verlangt keine Gebühren für eingehende Überweisungen in CHF oder Fremdwährungen. Allerdings solltest du auch hier die Wechselkurse der PostFinance bedenken – ganz gratis ist der Empfang also nicht.

Kundenservice der PostFinance bei Auslandsüberweisungen

Wenn du Fragen rund um deine Auslandsüberweisung hast, ist Hilfe nicht weit: Du erreichst den Kundendienst ganz bequem über die PostFinance App, den Live-Chat, telefonisch oder direkt in einer Poststelle vor Ort. Deinen persönlichen Beratungstermin kannst du direkt auf der Website der Bank vereinbaren.

Der Support gilt als zuverlässig – auch wenn er nicht rund um die Uhr erreichbar ist. Hier die Öffnungszeiten der telefonischen Beratung:

  • Montag bis Freitag: 8:00–20:00 Uhr

  • Samstag: 8:00–17:00 Uhr

Fazit zur PostFinance Auslandsüberweisung

PostFinance punktet mit Bekanntheit, Stabilität und einem soliden Service – aber beim Thema Auslandsüberweisungen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gerade ideal. Die Gebühren mögen auf den ersten Blick fair wirken, doch der unvorteilhafte Wechselkurs macht die Sache schnell teuer – und das bemerken viele SchweizerInnen erst, wenn es schon zu spät ist.

Wenn du also regelmässig Geld ins Ausland sendest oder einfach keine Lust hast, draufzuzahlen, solltest du unbedingt einen Blick auf die Alternativen werfen. Spezialisierte Anbieter wie Wise, OFX und XE machen den Prozess günstiger, schneller und transparenter – ohne dass du dabei auf Sicherheit verzichten musst.

Gehe zu WiseEntdecke XE

Quellen:

PostFinance: Auslandszahlung, Juli 2025

PostFinance: Wechselkurse, Juli 2025

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur PostFinance Auslandsüberweisung

Wie lange dauert eine PostFinance Auslandsüberweisung?

SEPA-Überweisungen dauern maximal einen Bankwerktag, weltweite Überweisungen 1-2 Arbeitstage. Express-Überweisungen gehen meist am selben Tag raus, sind aber nur in bestimmten Währungen verfügbar und kosten einen Aufschlag von 10 CHF.

Was kostet eine Auslandsüberweisung bei PostFinance?

Die Grundgebühren liegen zwischen 2 CHF (SHA) und 22 CHF (OUR), hinzu kommen versteckte Kosten durch schlechtere Wechselkurse. SEPA-Überweisungen in EUR sind jedoch kostenlos.

Wie kann ich bei PostFinance eine Auslandsüberweisung machen?

Am einfachsten über E-Finance unter "Zahlung erfassen", alternativ über die PostFinance App oder in einer Poststelle – für persönliche Aufträge fallen aber mehr Gebühren an.